Gestreift – Die Links der Woche

Gestreift #107 – Die Links der Woche

Erstaunliches, Trauriges, Emphatisches und Beeindruckendes: Unsere Links der Woche. Heute mit kostenlosen Bonus-Emotionen.

Diese Woche tauchen wir in unseren Links der Woche tief in das uns umgebene Wasser ein, und kommen mit einem Adelsexperten, Geschlechterrepräsentation und einer Menge Unglaublicher Geschichten wieder an die Oberfläche – auch einer traurigen.

Also. Taucheranzüge angelegt und los.

Rolf Seelmann-Eggebert ist der unumstritten wissendste Adelsexperte Deutschlands – wenn er nicht gerade diverse Hochzeiten in den öffentlich-rechtlichen Sendern kommentiert, schaut er sich auch gerne mal einen Film an. Für Spiegel Online schaut er sich den Film an, den Prinz Charles seiner Mutter zum 90. Geburtstag aus diversen Home-Videos der königlichen Familie zusammengestellt hat. Und beobachtet auch die die Queen selbst, wie sich sich den Film anschaut.

Die Vong-Sprache ist 1 rhelatief neue Sprache vong Entstehung her. Aber auch eine erfolgreiche und lustige – deshalb soll es jetzt das passende Buch dazu geben. Das Problem ist nur: Es sind sich nicht alle darüber einig, wer die Sprache eigentlich erfunden hat. Die Süddeutsche Zeitung über den brodelnden Vong-Streit.

Der Deutschlandfunk hat mit Der einsame Tod des Herrn D. ein schönes, trauriges Feature über den Tod eines Menschen in einem Plattenbau gemacht – die Leiche wurde erst fünf Jahre nach seinem Tod gefunden.

David Foster Wallace’ Abschlussrede für die Absolventen der Studiengänger der Freuen Künster der Keynon University ist schon etwas älter – lohnt sich aber noch einmal zu lesen. Es ist ein schönes Plädoyer für Empathie und wache Wahrnehmung:

“Here is just one example of the total wrongness of something I tend to be automatically sure of: everything in my own immediate experience supports my deep belief that I am the absolute center of the universe; the realist, most vivid and important person in existence. We rarely think about this sort of natural, basic self-centeredness because it’s so socially repulsive. But it’s pretty much the same for all of us. It is our default setting, hard-wired into our boards at birth. Think about it: there is no experience you have had that you are not the absolute center of. The world as you experience it is there in front of YOU or behind YOU, to the left or right of YOU, on YOUR TV or YOUR monitor. And so on. Other people’s thoughts and feelings have to be communicated to you somehow, but your own are so immediate, urgent, real.”

Das Magazin Amazing Stories hat in der Geschichte der Science-Fiction und der spekulativen Fiktion eine große Rolle gespielt und steckt sowohl voller Nachdrucke von großen Namen wie Jules Verne und Edgar Allen Poe, zum Beispiel, später dann auch Namen wie Philip K. Dick.  Das Magazin wurde 1926 gegründet und wird noch heute – online – publiziert, der Hugo Award, einer der wichtigsten Preise für englischsprachige SF, ist nach dem Gründer das Magazins benannt. Das Internet Archive hat jetzt 709 Ausgaben des Magazins eingescannt und kostenfrei zugänglich gemacht – alle Ausgaben zwischen 1926 und 1977.

Protagonistinnen in Comics sind rar – das ist nichts neues. Aber wie rar? Und wenn sie da sind, was können sie eigentlich? Kann da nicht mal jemand objektive Zahlen und Daten und coole Digramme zu machen? Amanda Shendruk hat auf pudding.cool  die selbst schon superheldinnenhafte Aufgabe erledigt, genau das zu tun – und zwar mit genau 34.476 Protagonisten und Protagonistinnen. Und hat daraus einen reichen Pool an Daten extrahiert, den sie in einem tollen Artikel aufbereitet.

Bildquellen

  • Gestreift – Die Links der Woche: Alex Schröder