Post an Wagner

Post an Wagner: Eine Woche im Zeichen der Liebe

Diese Woche schrieb der BILD-Zeitungskolumnist Franz Josef Wagner über die Liebe, ihre Vergänglichkeit und ihre Dauer. Wir schreiben ihm zurück.

Lieber Franz Josef Wagner,

Diese Woche stand ganz im Zeichen der Liebe. Unsere Liebe. Ihre Liebe. Die Liebe für Menschen. Für Frauen. Für Martin Schulz.

Vielleicht, so fragen Sie sich, sei Martin Schulz ein Fantasie-Wesen. „Ausgedacht als Pfunds-Kerl, Schulabbrecher, Alkoholiker, Anti-Alkoholiker“. Solche Menschen gibt es schließlich nicht. Oder doch?

Wir wissen das nicht.

Doch die Liebe für Schulz war flüchtig. Martin Schulz, wenn Sie dies lesen: Franz Josef Wagner tut es leid, dass Ihr Gesicht nicht mehr interessant ist.

„Wir lieben und entlieben uns zu schnell“, so schreiben Sie, Franz Josef Wagner. Unsere „Daumen hoch, Daumen runter Kultur“ ist daran schuld.

Daumen. Ich bin dankbar, dass wir Daumen haben. Sie machen vieles leichter. Und manches schwieriger. Handschuhe Stricken, zum Beispiel.

Katzen haben keine Daumen. Sie bewerten nicht in gut und schlecht. Menschen haben Daumen. Der Warzige Lemurenfrosch hat auch Daumen. Ich habe das recherchiert und sende Ihnen anbei ein Bild zum Beweis.

Kann dieser Frosch lieben?

Kann dieser Frosch lieben?

Vielleicht.

Doch wahrscheinlich nicht so, wie Emmanuel Macron.

Es ist wie ein Wunder, schreiben Sie über ihn: „Er liebt seine Frau heute noch wie ein 15-Jähriger. Liebkosungen im Blick, er berührt den Stoff ihres Kleides. Er ist 39, sie ist 64.“

Das macht es zu einer französischen Liebe. Er ist so mutig. Er steht zu ihr. Das gibt mir Hoffnung.

Es ist die Liebe, die die Jahre zwischen den Liebenden überwindet. Auch ich bin fasziniert, angetan. Das ist so schön. Und mutig. Ganz normal. Außergewöhnlich. Er 39, sie 64. Wie geht das? Mit der Liebe. Und Mut. So mutig.

Eine 20 Jahre jüngere Frau? Nicht so mutig.

Aber so eine Alte – Das ist schon besonders. Aber ganz normal.

Ich wünsche Ihnen ganz viel Liebe, ob alt oder jung.

Sie kriegen meinen Daumen hoch.

Herzliche Grüße,

Mareike Döring

 

Sie können Mareike Döring auch eine E-Mail schreiben: postanwagner@zebrabutter.net

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